Der Sohn

Markus Derling wurde am 27. August 1964 in Altdöbern im heutigen Oberspreewald-Lausitz-Kreis geboren. Seine Mutter war Sachbearbeiterin in einem metallverarbeitenden Betrieb und sein Vater leitender Angestellter in einem Backwarenkombinat. In Großräschen verbrachte Markus Derling mit seinem jüngeren Bruder Mario eine behütete Kindheit. Es gab in der Hausgemeinschaft eine große Kinderschar mit vielen Freunden, die ihn ebenso prägten, wie die in der Familie gelebten christlichen Werte. Nach Abschluss der Polytechnischen Oberschule absolvierte Markus Derling erfolgreich eine Berufsausbildung mit Abitur als Baufacharbeiter beim Tiefbaukombinat in Cottbus.

Der Student

Obwohl selbst katholisch fand Markus Derling den Weg in eine aktive Junge Gemeinde. Die Aktion „Schwerter zu Pflugscharen“ war für ihn dabei ein Schlüsselerlebnis, das ihn politisch prägte. Er verweigerte den NVA-Dienst mit der Waffe und wurde Bausoldat. Zwar war damit sein Traum, Architekt zu werden, ausgeträumt, aber er konnte immerhin studieren und wurde Bauingenieur.

Der Bürgerrechtler

Bereits 1987 war er Mitglied der oppositionellen „Umweltgruppe Cottbus“ und dort 1989 Mitbegründer des NEUEN FORUMS. Hier beginnt 1990 sein Weg in die Kommunalpolitik, zunächst über den „Runden Tisch“ für die Bürgerbewegung und dann als Fraktionsvorsitzender in die im Mai 1990 frei gewählte Stadtverordnetenversammlung Cottbus. Markus Derling übernimmt die Fraktionsgeschäftsführung von Bündnis 90 im Landtag Brandenburg und arbeitet später in einem Unternehmen der Energiewirtschaft, u.a. als Stadtwerke-Geschäftsführer. 1996 schließt er sich mit weiteren ehemaligen DDR-Bürgerrechtlern der CDU an.

Der Kämmerer

1997 holt ihn Waldemar Kleinschmidt, der damalige CDU-Oberbürgermeister, in sein Rathausteam. Markus Derling ist in Cottbus Dezernent für Wirtschaft und Umwelt und wird später zusätzlich mit der Aufgabe des Kämmerers betraut. Die Cottbuser CDU stellt in 2002 als ihren OB-Kandidaten auf. Markus Derling erreicht die Stichwahl, unterliegt in dieser dann der Mitbewerberin.

Markus Derling erklärt öffentlich, unter der neuen Oberbürgermeisterin nicht als Dezernent arbeiten zu wollen. Diese wird drei Jahre später von den Cottbussern abgewählt. Zu dieser Zeit ist Markus Derling bereits längst in Frankfurt (Oder). Oberbürgermeister Martin Patzelt und der damalige Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns hatten ihn gebeten, an die Oder zu wechseln, wo er im Juni 2002 von der Stadtverordnetenversammlung als Beigeordneter und Kämmerer gewählt wird.

Der Beigeordnete

Markus Derling ist der OB-Kandidat mit der größten Verwaltungserfahrung. Unter Oberbürgermeister Martin Patzelt war er von 2002 bis 2010 als Beigeordneter für die Bereiche Finanzen, Personal und Verwaltung sowie Ordnung, Sicherheit und Feuerwehr zuständig. In dieser Zeit wurde das neue Steuerungsmodell für die Verwaltung eingeführt und die Zahl der Verwaltungsmitarbeiter spürbar reduziert.

Im Bereich der Feuerwehr holte er die Regionalleitstelle in die Stadt und es wurde in großem Umfang in die Feuerwehrinfrastruktur investiert und Gerätehäuser modernisiert. 2010 wurde Markus Derling von der Stadtverordnetenversammlung für weitere acht Jahre bestätigt. Er leitet seitdem das Dezernat 2 mit den vielfältigen Aufgaben Stadtentwicklung, Bauen, Umweltschutz und Kultur. Wegen der Nichtwiederbesetzung eines anderen Dezernates wurde ihm 2015 zusätzlich die Verantwortung für das Ordnungsamt übertragen.

Der Familienvater

Seit 1987 ist Markus Derling verheiratet und hat zwei Töchter, 27 und 17 Jahre alt. In der knapp bemessenen freien Zeit nutzt die Familie das vielfältige Kultur- und Sportangebot der Stadt. Im Winter freuen sich alle auf eine gemeinsame Ferienwoche beim alpinen Skifahren mit Freunden. Der Sommerurlaub wird im Wechsel entweder mit Hüttenwanderungen in den Alpen oder auf dem Rad entlang der großen überregionalen Radwanderwege verbracht.

Der Ehrenamtliche

Für Markus Derling gehört ehrenamtliches Engagement zum Selbstverständnis gerade in seiner Position. Er betätigt sich im Ökumenischen Europazentrum aktiv für grenzüberschreitende Verständigung und Zusammenarbeit und ist Mitglied im Förderverein des Staatsorchesters. Am Herzen liegt ihm als stellvertretender Vorsitzender der Verein 2003, der das HanseStadtFest mitgestaltet und sich um die Vermittlung der großen Geschichte unserer Stadt verdient macht.

Seine besondere Liebe gilt dem Fußball. Markus Derling hat die Fusion der Vereine Eintracht, Hanse und FFC Viktoria zum leistungsstarken Fußballverein 1. FC Frankfurt aktiv mit vorangetrieben, auch um die Fußball-Ausbildung an der Sportschule für die fußballbegeisterten Kids der Region zu sichern. Die viel gelobte, hervorragende Nachwuchsarbeit und der Oberliga-Fußball sind Markenzeichen des Vereins, der im traditionsreichen Stadion der Freundschaft zu Hause ist. Fast 400 Mitglieder vertrauen Markus Derling als ihrem Präsidenten seit 2012.